Thema soziale Netze

Nach sehr vielen Jahren der Aktivität habe Ich mich entschieden, meinen Einsatz in sozialen Netzen zu minimieren. Das Leben ist zu wertvoll, um sich Zeit und Laune zu versauen. Ich könnte jetzt seitenweise Begründungen schreiben, würde eh niemand lesen und begreifen, also spare ich es mir. Wer jetzt regelmäßig Bilder meiner Katzen sehen mag, dem empfehle ich, direkt in mein Blog zu gucken. Die Guten Morgen äh.. jetzt unregelmäßigen Posts werden per RSS-Bot bei Diaspora und Mastodon automatisiert gepostet. Die Gründe für den weitgehenden Rückzug sind zu persönlich, um sie weiter auszuführen. Nur soviel, auch mich hat einiges getriggert. Und ich habe die Zähne zusammengebissen und weitergescrollt, bis das Mausrad glühte. Das sowas auf Dauer keinen Spaß mehr macht, versteht sich von selbst. Auch wenn dadurch einige Kontakte versiegen. Es gibt halt im Leben oft Veränderungen.

Übrigens, nicht jedes Schicksal, welches einem in den sozialen Netzen präsentiert wird, ist authentisch. Nicht jeder Beitrag entspricht der Wahrheit. Das geht hoch vom kleinsten Account bis hin zu tweetenden Staatchefs. Zusätzlich werden die Beiträge nach undurchsichtigen Filtern priorisiert. Alles, welches aufregt, wird auch noch künstlich hochgepushed. Zudem muss man festhalten, das Internet ist die offene Einrichtung der geschlossenen Anstalt.

Update nach 4 Wochen der Abstinenz:
Keinerlei Entzugserscheinungen. Die entstandene Lücke hat sich recht schnell gefüllt. Im Gegenteil, inzwischen frage ich mich, ob ich die ganze Zeit vielleicht masochistisch veranlagt war? Es kommt bisweilen sogar vor, dass ich den PC zuhause gar nicht erst einschalte und das Smartphone häufig in der Ecke liegt.